«Technik ist wichtig, aber der Mensch ist noch wichtiger.»

Thomas Manser ist COO und Mitglied der Geschäftsleitung der bsb.info.partner AG. In seiner Rolle verbindet er operative Abläufe, Führung und Kundenperspektive. Gleichzeitig sorgt er dafür, dass Projekte, Prozesse und Menschen optimal zusammenspielen.

Welche Hauptaufgaben und Verantwortlichkeiten hast du als COO?

Meine Hauptaufgabe ist es, ein verbindendes Element zu sein zwischen operativem Geschäft, Mitarbeitenden, Projekten und Fachbereichen. Ich unterstütze die Teams fachlich wie auch persönlich, koordiniere Projekte, begleite anspruchsvolle Kundensituationen und übernehme Verantwortung, wenn es auch mal gilt, die Wogen zu glätten. Führung, Unterstützung und Koordination greifen dabei stets ineinander.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Einen klassischen Arbeitstag gibt es bei mir nicht. Meine Agenda ist von früh bis spät eng getaktet: Gespräche mit Mitarbeitenden, fachliche Unterstützung, Abstimmungen mit Kunden und Führungsaufgaben. Zudem braucht es viel Flexibilität, weil jederzeit etwas Ungeplantes auftauchen kann. Gerade in kritischen Situationen muss man sofort reagieren und Prioritäten neu setzen.

In deiner Funktion bist du nahe an Prozessen und Menschen. Was ist dir in der Zusammenarbeit besonders wichtig?

Auch wenn unsere Arbeit stark technisch und prozessorientiert ist, geht es im Kern immer um Menschen. Eine klare Kommunikation, Verständnis und gegenseitige Unterstützung sind entscheidend. Ein grosser Teil unserer Tätigkeit ist der Austausch mit dem Kunden, nicht die Technik. Meine Aufgabe ist es, unsere Mitarbeitenden genau in diesem Bereich zu stärken, zu beraten und zu begleiten.

Welche Herausforderungen beschäftigen dich im Unternehmen aktuell am meisten?

Die Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte. Den Nachwuchs können wir ausbilden, aber erfahrene Berufsleute sind schwer zu finden. Gleichzeitig ist das Team stark gewachsen, was zusätzliche Anforderungen an die Einarbeitung, den Wissensaufbau und Wissenstransfer stellt.

Wie stellst du sicher, dass operative Abläufe effizient bleiben und sich weiterentwickeln?

Einer der zentralen Erfolgsfaktoren sind unsere Mitarbeitenden, die aktiv mitdenken und Verbesserungsvorschläge einbringen. Unsere Prozesse sind dokumentiert, aber nicht starr. Neue Ideen nehmen wir ernst und prüfen sie sorgfältig. Kurze Entscheidungswege, regelmässiger Austausch in der GL und Offenheit für Optimierungen helfen uns, effizient zu bleiben und uns kontinuierlich weiterzuentwickeln.

 

Welche operativen Themen werden in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen?

Die Künstliche Intelligenz wird uns stark beschäftigen – sowohl intern als auch in der Kundenberatung. Wir müssen klären, wo KI sinnvoll eingesetzt werden kann und wo weiterhin menschliche Expertise unverzichtbar bleibt. Die Beratung gewinnt an Bedeutung, reine Umsetzung tritt etwas in den Hintergrund. Kunden erwarten Orientierung: Was kann KI leisten, wo braucht es weiterhin menschliche Unterstützung? Um diese Fragestellungen adäquat zu bearbeiten, tauschen wir uns regelmässig in der GL und mit unseren Spezialisten aus.

Welche Erfahrung aus deiner bisherigen Laufbahn prägt deine Arbeit als COO am stärksten?

Ich bin seit rund 20 Jahren im Unternehmen und bin Schritt für Schritt in diese Rolle hineingewachsen. Diese Erfahrung hilft mir, Situationen richtig einzuschätzen und Entwicklungen einzuordnen. Vieles lernt man nicht theoretisch, sondern durch die täglichen Herausforderungen – gemeinsam mit den Mitarbeitenden und Kunden.

Wenn deine Arbeit als COO ein Werkzeug wäre – welches wäre es und warum?

Ich glaube, meine Arbeit ist eine ganze Werkzeugkiste. Jede Situation erfordert ein anderes Vorgehen. Es gibt nicht das eine richtige Werkzeug – man muss individuell entscheiden, was gerade hilft, sinnvoll ist und uns weiterbringt.

Was hilft dir nach einem intensiven Arbeitstag, den Kopf wieder freizubekommen?

Meine Familie ist mein wichtigster Ausgleich. Der Alltag mit den Kindern, gemeinsame Aktivitäten oder ein Spaziergang helfen mir, abzuschalten. Auch beim Squash kann ich Alltagsherausforderungen loslassen und im Schlaf tanke ich Kraft für den neuen Tag.